Kultivierung der Chlorella
Die Chlorella, die bekannteste Unterart ist wohl die Chlorella vulgaris, welche im Jahr 1889 erstmals durch den Mikrobiologen Martinus Willem Beijerinck (1851 – 1931) beschrieben wurde, kommt frei in der Natur vor. Sie wird aber auch verstärkt kultiviert in langen Glasröhren, beispielsweise in der europaweit größten Produktionsanlage für Mikroalgen in Klötze/Altmark, um sie für die Herstellung von Lebensmitteln, Kosmetik-Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln verwenden zu können.
Die Chlorella ist eine Mikroalge, die zu der Gattung der Süßwasseralgen zählt. Obwohl sie sehr klein ist, ihre Zellen haben einen Durchmesser von 2 bis 10 µm, ist sie doch ein wahres Wunderwerk der Natur und steckt voller nützlicher Inhaltsstoffe und Ingredienzien. Die Chlorella bildet kugelförmige Zellen, in denen sehr viel Chlorophyll a und b enthalten ist sowie auch mehrere Mitochondrien und ein Chloroplast. Die Chlorella vermehrt sich ungeschlechtlich durch Zellteilung bzw. durch die Bildung von Autosporen. Die Süßwasseralge Chlorella kommt sowohl in stehenden als auch in fließenden Gewässern vor und sowohl in Süß- als auch in Brackwasser. Man kann sie auch an festen Oberflächen finden. Die Chlorella ist weltweit verbreitet.
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Medizinische Bedeutung
Herausragende Bedeutung erlangte die Chlorella im Jahr 1961, als der Biochemiker Melvin Calvin (1911 – 1997) den Nobelpreis für die Aufschlüsselung der Photosynthese erhielt. Dies gelang ihm mittels der Erforschung der Photosynthese anhand der Chlorella. Auch in anderen wissenschaftlichen Forschungen wird die Chlorella als Modellorganismus verwendet. Aber auch in der Alternativmedizin ist die Mikroalge Chlorella ein oft eingesetztes Heilmittel. Sie wird besonders als Mittel zur Schwermetallausleitung angewendet, also vor allen für die Entfernung von Amalgam.

